Das ist mir doch Wurst – oder 3. Stufe der 19. Sächsischen Physikolympiade

Wir schreiben Freitag, den 23. März 2018, sämtliche Physiklehrer sind in Panik, vegetarische Würstchen liegen nicht dem Ohm‘schen Gesetz zu Grunde, die Folge: der Autor dieses Artikels konnte nicht am Physikunterricht teilnehmen, sondern hat 90 Minuten Geflügelwiener geschändet. Nachdem dieses Problem zumindest weitgehend behoben und die Experimentalaufgabe für Klasse 8 endlich fertig war (einen Tag vorher), machten sich sämtliche Teilnehmer und Betreuer auf die Reise in die Stadt der Moderne: Chemnitz!

 

Unsere Residenz für die Nacht war die Jugendherberge am Getreidemarkt 1, wo wir freundlich empfangen wurden und unsere Zimmerschlüssel erhielten. Wie jedes Jahr gab es für alle Klassenstufen Workshops und Exkursionen. Die Betreuer schlossen sich dem Ausflug ins Technikmuseum Seilablaufanlage an, um dort alles Wichtige über den in Europa einzigartigen Güterbahnhof Chemnitz-Hilbersdorf zu erfahren. Drei bzw. vier sehr begeisterte Eisenbahnfreunde hatten das Bedürfnis, uns Hemmschuhe (nein, das ist leider nix zum anziehen), Leonard-Sätze und natürlich die Seilablaufanlage zu erklären. Ehrlich gesagt hatten wir uns unter Technikmuseum etwas Wärmeres vorgestellt, bei 3 °C Außentemperatur musste man sich ja irgendwie warm halten, in unserem Falle erzeugten wir thermische Energie durch die Nutzung unsere Gehirne und arbeiteten bereits an den Aufgaben fürs nächste Jahr, also informiert euch schon mal über Hemmschuh und Co.

 

Abends in der Jugendherberge folgte das traditionelle Abendessen, bestehend aus Nudeln mit Tomatensoße und Wiener Würstchen, sehr passend. Im Anschluss kam noch einmal Panik auf, sodass sich sämtliche Betreuer in Zimmer 308 sammelten und doch noch einmal vegetarische Würstchen schändeten, man kann nur sagen, der Satz: „Das ist mir Wurst“ fiel nicht nur einmal. Gegen 22:00 Uhr ging es dann für alle Teilnehmer ins Bett, um am nächsten Morgen (ein Samstag) um 06:30 Uhr wieder aus dem Gefieder zu kriechen.

 

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es per Bus zum Kepler-Gymnasium, wo die dreistündige Klausur stattfand. Auf unsere Teilnehmer wartete wieder ein hilfloser Physli, der seine Probleme in je zwei theoretische und eine experimentale Aufgabe verpackte. Im Anschluss an die Klausur folgte das kulinarische Highlight des Wochenendes: ein Mittagessen in der Schulkantine des Kepler-Gymnasiums, für alle Betreuer gab es Wiener Würstchen (so langsam will ich keine Wiener mehr sehen, riechen, geschweige denn schmecken!).

 

Während wir die Arbeiten korrigierten, ging es für alle Teilnehmer in die Uni, um einen Vortrag zu hören. Mit Spannung wurde die Siegerehrung erwartet, zuvor erhielten aber auch unsere Ohren noch eine Verköstigung in Form von Musik und einigen Grußworten, die dieses Jahr erstaunlich kurz waren.

 

 

 

                                                                    

 

                                     

 

   

 

                                                      

 

Wir gratulieren allen Preisträgern des Regionalbezirks Leipzig!

 

Klasse 8:

 

2. Preis: Rosa Gründer

3. Preis: Julius Nerrlich

3. Preis: Benjamin Hirrlinger

Anerkennung: Nathalie Jöhren

 

Klasse 9:

 

2. Preis: Wibke Weiße

Anerkennung: Elvira Lüders

Anerkennung: Samuel Dürrschmidt (Gymnasium Engelsdorf)

 

Klasse 10:

 

1. Preis: Simon Gabriel Köhler

3. Preis: Georg Eichler (Gymnasium „Am Breiten Teich“ Borna)

Anerkennung: Elisabeth Bley

 

~ Antonella Polzin (Kurs 11, Betreuer, Korrekteur- Herzlichen Dank!)