Für das Skilager der 11. Klassen ging es weiter in den Süden bis nach Südtirol, nach Gossensaß ins Hotel Gudrun. Schon um 1:30 Uhr sind wir von der Schule aus mit dem Bus aufgebrochen und schließlich gegen 9:30 Uhr angekommen. Dementsprechend kurz war die Nacht für die meisten und viele waren zunächst müde. Dennoch ging es nach dem Mittagessen direkt auf die Piste und der Tag wurde vor allem zum Einfahren genutzt, um nach der Ankunft langsam zu starten.
Insgesamt waren wir fünf Tage Ski fahren. Natürlich durfte dabei auch eine gute Erwärmung nicht fehlen. So kam es, dass die am Freitagmorgen über 30 Schüler und Schülerinnen in ihren Skischuhen am Rand der Piste im Kreis gelaufen sind und dabei „Laurentia“ sangen. Zusätzlich dazu musste bei der Erwähnung des Namens „Laurentia“ und eines Wochentages eine Kniebeuge gemacht werden. Was sich die anderen Skifahrer dachten, die an uns vorbeifuhren, werden wir wohl nie erfahren.
Die Gruppen wurden nach Leistungsstand eingeteilt: zwei Anfängergruppen, eine Fortgeschrittenen-Gruppe und eine Experten-Gruppe. Besonders bei den Anfängern war der Fortschritt deutlich, da einige bei null begonnen hatten. Dieser war auch zu sehen, wenn sie auf die anderen Skigruppen auf der Piste trafen. Begleitet wurden die Tage von sehr kalten Temperaturen von bis zu –15 °C. Dementsprechend war das warme Mittagessen auf der Hütte perfekt, um sich wieder aufzuwärmen.
Abends gab es im Hotel ein Drei-Gänge-Menü, was den Tag abgeschlossen hat und neue Energie für den nächsten Skitag liefern sollte. Den letzten Tag sind wir im fallenden Schnee gefahren. Durch den Neuschnee waren die sonst teilweise vereisten Pisten deutlich besser zu befahren und das neu erlernte Wissen konnte gut angewendet werden. Außerdem fuhren wir dort in eigenen Gruppen unter Aufsicht der Lehrkräfte, was zeigte, dass viele zunehmend sicher und selbstständig auf der Piste unterwegs waren. Auch die meisten Anfänger meisterten an diesem Tag in ihren Gruppen oft langsam, aber sicher die Abfahrten.
Größere Verletzungen gab es keine. Nur eine ausgekugelte Kniescheibe musste wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht werden, doch am nächsten Tag ging es auch für diese Person wieder auf die Piste und einen gebrochenen Finger gab es noch am letzten Tag. Besonders positiv in Erinnerung bleibt auch Busfahrer Uwe, der die ganze Zeit dabei war und von vielen gefeiert wurde. Die Rückfahrt endete am Freitag gegen 22:30 Uhr in Leipzig. Insgesamt war das Skilager eine sehr gelungene Klassenfahrt mit guter Organisation und sichtbaren Lernfortschritten auf der Piste.

